
Seine Malerei bewegt sich zwischen Figur und Landschaft, zwischen Erinnerung und Beobachtung.
* 1954 in Wien.
1973 Aufnahme an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Meisterklasse Rudolf Hausner. 1977 Diplomabschluss mit gleichzeitiger Verleihung des Kardinal-König-Preises. Im selben Jahr trifft Sinwel die Entscheidung für seine Zukunft als freischaffender Künstler. 1980 Romstipendium, 1981 Stiftungspreis „Theodor Körner“.
Seit 1977 ist Sinwel regelmäßig mit Messebeteiligungen und Ausstellungen im mitteleuropäischen Raum vertreten. Sein künstlerisches Interesse gilt der kontinuierlichen Entwicklung einer vielschichtigen Malerei, die sich mit dem Begriff „Weltbild“ mehrdeutig umschreiben lässt und gleichzeitig eine markante Einzelposition in der aktuellen Kunstszene einnimmt.
Da ist eine Ebene, kreidig, matt, wie auf ein Fließblatt gemalt, halb weggetaucht scheinend … in sich selbst zurückgezogen agierend. Die Landschaften von Wolfgang Sinwel kommen dem Betrachter zurückgehalten entgegen. Der Maler stellt uns in stille Welten, in Panoramen, die sich selbst genügen. Aber es ist auch die Poesie des Gebrauchten, was uns, vor diesen Bildern stehend, anrührt, an die Hand nimmt, deren Puls man fühlt. Der Reiz des Sichnähernwollens, das Mysterium eines Wechselspiels des Verständlichen mit dem verschlüsselt Mehrdeutigen, dem Zwischen – das objektiv Wirkliche ist nur zu erfühlen. Malt Wolfgang Sinwel nicht seinen inneren Spiegel nach? Wieso bin ich ohne jede Begründung davon überzeugt, dass in diesen Landschaften ein Klima herrscht, das dem Menschen entspricht? Woher weiß der Betrachter, dass das, was sich da vor ihm über die mittelformatige Leinwand breitet, die Erde ist?Roland Geiger, Heidelberg













